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Gepostet on Jun 9, 2014

Klimawandel im Internet

Klimawandel im Internet

Warme Sonnenstrahlen, gleißend helles Licht, blauer Himmel… Es ist wiedereinmal Sommer geworden.
Was dies bedeutet, muss ich mit Sicherheit nicht erklären. Jetzt kommt sie wieder diese Zeit, in der man unverständliches Kopfschütteln erntet, wenn man seine Freizeit vor dem heimischen Computer verbringt, anstatt draußen mit den anderen Kindern zu spielen.
Ja, jetzt beginnt sie wieder. Die aktive Zeit. Die mit der vielen Bewegung, der bewussteren Ernährung, womöglich sogar kombiniert mit Sport. Jetzt wo das schöne Wetter wieder da ist, sollte man dringend mal wieder rausgehen und dieses sogenannte schöne Wetter gefälligst auch genießen. In den Parks, auf den Balkonen, an den Seen, in der Natur oder wo es einen auch immer bei diesem sonnigen Wetter hin verschlägt.

Früher war dies für alle Freunde des Internet eine segensreiche Zeit. Eine, in der man zwar wegen seiner nicht vorhandenen Hautfärbung, die vor allem in kurzen Hosen wunderbar zur Geltung kam, den belustigten Kommentaren der Nichtonliner ausgesetzt war, aber eben auch eine, in der es angenehm ruhig im World Wide Web wurde.
Wärend der Großteil der Bevölkerung vergnügt unter freiem Himmel auf einer Decke lag und ordentlich Sonne tankte, hatten die Ureinwohner der sozialen Netzwerke ihr geliebtes Internet endlich wieder für sich. Etwa ab 20° Außentemperatur, bemerkte man eine deutliche Tendenz zur Offlineaktivität und mit jedem weiteren Grad Temperaturanstieg wurde deutlicher, wer zu den ganz hartgesottenen Computerfreaks gehörte und wer nicht.
In den Chatrooms der sozialen Netzwerke, in den Foren und den unermesslichen Weiten der Bloglandschaft wurde es ruhiger. Angenehm ruhiger und die Qualität der Beiträge und Postigs stieg merklich.
Selbst in Browsergames konnte man in Ruhe schalten und walten, denn die vielen Gelegenheitsspieler nahmen eine Auszeit.
Die Freaks und Nerds waren wieder unter sich und niemand störte sich daran.
Seit das Internet jedoch mobil geworden ist, scheint die Schönwetterpause jedoch vorbei. Statusmeldungen mit 140 Zeichen, Fousquare Postings und Fotos von Außenaktivitäten wohin das Auge der Handykammera schaut.
Fotos von Eisbechern verdrängen sogar die beliebten Katzenbilder im Googleranking. Vorbei mit der Ruhe an heißen Tagen. Vorbei mit den gemütlichen Stunden vorm Rechner ohne all die Sonnenanbeter.
Ja, die zunehmende Mobilität des Internet hat im Web 2.0 vieles verändert.
Den echten Nerd erkennt man bald wohl nur noch am Netbook neben der Standmatte…
Bleibt wohl nur zu hoffen, das die günstig bei eBay erstandenen Sonnencreme nicht die Tastatur verklebt.

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