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Gepostet on Okt 14, 2014

Alien: Isolation

Alien: Isolation

Eigentlich traue ich mich an Horrorspiele ja eher selten heran.
Vermutlich liegt es daran, das ich grundsätzlich recht leicht zu erschrecken bin. Da ich jedoch auch nicht als Schisser gelten möchte, mir knisternde Spannung in Videospielen schon großen Spaß macht und ich natürlich ein großer Fan der Alien Filmreihe bin, war Alien Isolation natürlich ein MUSS für mich. Um eines gleich vorwegzunehmen: Ja, ich habe mich erschrocken und des Öfteren mal gekreischt wie ein kleines Mädchen, wenn ich mal wieder schön verträumt durch die Raumstation schlich, nach Gefahren ausschau hielt und dann doch von einem plötzlich auftauchenden Alien überrascht wurde.

Alien: Isolation

Eines ist Alien: Isaolation nämlich tatsächlich: atmosphärisch unglaublich authentisch und wirklich spannend.

Im Spiel begeben wir uns mit Amanda Ripley auf die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter. Bekanntermaßen ist Ellen Ripley ja als letzte Überlebende der Nostromo, irgendwo im Weltraum verschollen. Als nun, fünfzehn Jahre nach dem Vorfall, der Flugschreiber der Nostromo gefunden und an Bord der Raumstation Sevastopol gebracht wird, machen wir uns mit Amanda dorthin auf, um nach Spuren zu suchen. Schnell müssen wir jedoch feststellen, das auf der ziemlich runtergekommenen Raumstation Sevastopol kaum noch jemand am leben ist und uns ein Alien die Spurensuche nicht gerade leicht machen wird.

Wann immer wir einem Alien so nahe kommen, ist unser virtuelles Ableben meistens nicht weit...

Wann immer wir einem Alien so nahe kommen, ist unser virtuelles Ableben meistens nicht weit…

Wir schleichen also durch düstere Gänge, suchen Hinweise und sind ziemlich oft damit beschäftigt überhaupt erst einmal Strom in die abgeriegelte Anlagen zu leiten, um Hinweise aus den runtergekommenen Computersystem zu erhalten.
Die meiste Zeit des Spiels schleichen und kriechen wir durch die weitläufige Raumstation. Das Alien scheint gute Ohren zu haben, lauert hinter jeder Ecke und wann immer wir zum Spurt ansetzen, stürzt es sich auf uns.
Dank der absolut authentischen Alien Atmosphäre kommt dabei richtige Spannung auf. Vor allem der unglaubliche Sound leistet exzellente Arbeit. Überall knirscht und knarzt die Raumstation und wenn nach der ersten Alien Sichtung die stapfenden Schritte, des absolut tödlichen Weltraumwesens, durch die Raumstation hallen, klammert sich der Griff um den Controller, denn hinter jeder Ecke lauert der Tot.
Immer wieder taucht das Alien auf und immer wieder schrecke ich zusammen, wenn es mich einmal mehr in einem unachtsamen Moment überrascht.

Zwischendurch werden wir immer wieder mit richtig schönen Weltraumansichten belohnt.

Zwischendurch werden wir immer wieder mit richtig schönen Weltraumansichten belohnt.

Grundsätzlich ist Alien: Isolation ein gelungenes Spielerlebnis, welches hauptsächlich von der spannenden Atmosphäre lebt.
Rein spielerisch empfand ich es jedoch als keine große Herausforderung. Die meisten Quests bestanden daraus, bestimmte Punkte auf der Raumstation zu erreichen, Türen zu öffnen, Strom in bestimmte Areale zu leiten und nicht entdeckt zu werden.
Das betätigen von Hebeln erledigt man durch drücken bestimmter Tastenkombinationen, und Computer hackt man indem man zur rechten Zeit, die richtige Taste drückt. Alles keine wirkliche Herausforderung, wenn man erst einmal verstanden hat, wohin man gehen soll, was man drücken muss und was genau eine Zwischenaufgabe von einem verlangt. Mitunter wirkt dies auf mich schon beinahe wie ein Pflichtprogramm, um den Spieler an einer gelungenen Zwischensequenz zu beteiligen. Schwamm drüber. spätestens, wenn einem mal wieder ein plötzlicher Alienangriff das Adrenalin in die Adern schießen lässt, denkt man nicht mehr drüber nach.

Nach und Nach schnappt sich das Alien einen nach dem anderen...

Nach und Nach schnappt sich das Alien einen nach dem anderen…

Meiner Meinung nach, ist Alien: Isolation ein Muss für jeden Fan der Alien Filmreihe. Das gelungenen Ambiente sorgt für ordentlich Spannung und waschechtes Filmfeeling. Die Schauplätze des Spiel kommen, genau wie in den Filmen, beklemmend schaurig daher, so das es eine Freude ist, auf der Raumstation umherzuschleichen.
Freunde von gepflegten Aktion- und Ballerorgien kommen jedoch weniger auf ihre Kosten. Geschossen wird recht selten und auch wenn das Spiel es versteht die Spannung aufrechtzuerhalten, lebt es eher von der Atmosphäre, als von knalligen Feuergefechten.
Dafür wird man jedoch von richtig tollen Weltraumansichten belohnt und kommt sich auf der riesigen Weltraumstation oftmals wirklich verlassen und beklemmend hilflos vor.

Mein Fazit:
Alien Fans unbedingt zugreifen. Ballerspieler sollten es sich vorher anschauen. Verkehrt macht man jedoch bei dem Spiel nichts.
Ich fühlte mich bei dem erstaunlich langem Gameplay ziemlich gut unterhalten.
Mitunter sogar zu Tode erschreckt. Von wegen im Weltraum hört dich niemand schreien…

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